Live-System von Starbuntu (LTS-Version 26.04.1.5), Installation und Update

Download und Testen von Starbuntu:

Nach dem Download seines ISO-Abbildes lässt sich das Live-Systems von Starbuntu (64 Bit) auf eine DVD brennen oder auf einen USB-Stick schreiben und von dort booten (Benutzername: benutzer; Passwort: starbuntu). Bleibt der Boot-Prozess hängen, so bootet man noch einmal, aber jetzt im Debug-Modus. Jedenfalls kann man so Starbuntu ausprobieren, ohne dabei den Festplatteninhalt zu ändern, und die Distribution gegebenenfalls auch auf einem Speichermedium installieren.

Will man das Live-System von Starbuntu länger testen, so könnte man es auf einer Partition der internen Festplatte (Beispiel für das Partitionslabel: 'Datenpartition' der Partition /dev/nvme0n1p7) speichern und es dann mit einem GRUB2-Menueintrag in der Datei /etc/grub.d/40_custom bootbar machen. Der Eintrag könnte wie folgt lauten:

menuentry "Starbuntu Live-Medium" {

search.fs_label Datenpartition root   # 'Datenpartition' ist nur ein Beispiel! Siehe oben!

set isofile=/Starbuntu-latest.iso

loopback loop $isofile

linux (loop)/live/vmlinuz boot=live fromiso=/dev/nvme0n1p7$isofile   # 'nvme0n1p7' ist nur ein Beispiel! Siehe oben!

initrd (loop)/live/initrd

}   # Ende des Menueintrags

Anschließend muss man im Terminal noch den Befehl sudo update-grub ausführen. Ab jetzt erscheint in der GRUB2-Boot-Tabelle der Menupunkt "Starbuntu Live-Medium", das nach seiner Auswahl gebootet wird.

 

Installationsanleitung:

  1. Die für die Installation vorgesehene Partition sollte mindestens eine Größe von 16GB, besser 32 GB haben.

  2. Zunächst bootet man das Live-System von Starbuntu, startet das Datenträger-Verwaltungsprogramm 'gparted' und richtet gegebenenfalls die Zielpartition mit Benennung sowie eine kleine Partition der Größe 32 MB ein, formatiert diese mit fat32, bezeichnet sie mit 'EFI' und markiert sie als 'boot,esp', wenn es eine solche Partition auf dem Zieldatenträger noch nicht gibt. Danach beendet man gparted.

  3. Dann klickt auf das Desktopsymbol 'Starbuntu Installation'. Zu Beginn erscheint ein Fenster zur Eingabe des Benutzernamens, des Anmeldenamens, des Anmeldeportraits, des Benutzerpassworts und des Root-Passworts, jeweils mit Wiederholung der Passwort-Eingabe. Dann legt man noch den Hostnamen sowie die Partition für die Installation fest und klickt auf 'OK'.

  4. Das nächste Fenster listet entweder gefundene Eingabefehler auf, die man nach einem Klick auf 'Zurück' beheben kann, oder es zeigt eine Übersicht der gewählten Vorgaben. Diese sollte man noch einmal genau kontrollieren, denn wenn man einmal auf 'OK' geklickt hat, beginnt die Installation, die Schritt für Schritt kommentiert wird.

  5. Nach der Installation befindet sich der Bootloader GRUB2 sowohl am Beginn der Zielpartition als auch im Master-Boot-Record (MBR), der jeder Partition des Datenträgers vorangestellt ist. Beim Booten öffnet GRUB2 ein eindimensionales unverschachteltes Bootmenu mit allen auf dem Datenträger befindlichen Dateisystemen.

  6. Befindet man sich im traditionellen Legacy-Modus, so könnte man stattdessen eine GRUB2-Auswahltabelle für die betreffenden Partitionen in den Master-Boot-Record schreiben, was hier näher erläutert wird. Auf diese Weise erhält man eine zweidimensionale verschachtelte GRUB2-Menustruktur.

Während des Bootvorgangs Ihres neu installierten Systems erscheint ein Sprachauswahlfenster mit den Alternativen Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch. Wählen Sie Ihre gewünschte Sprache. Nach Einstellen des Systems auf die gewählte Sprache erscheint der Desktop-Bildschirm.

Sollte der Bootvorgang des neu installierten Systems hängen bleiben, so hat Ihr Computer wahrscheinlich Probleme mit dem Boot-Splash-Programm Plymouth. In diesem Fall drücken Sie direkt beim Erscheinen des GRUB2-Menus die Taste 'e', entfernen aus der Zeile 'linux ...' den Eintrag 'quiet splash' und drücken dann die Taste F10. Nach erfolgreichem Booten geben Sie im Terminal den Befehl 'sudo e /etc/default/grub' ein, authentifizieren sich mit Ihrem Passwort, entfernen aus der Zeile 'GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT= ...' wieder den Eintrag 'quiet splash', speichern ab und geben schließlich im Terminal den Befehl 'sudo update-grub' ein. Damit bleibt der von Ihnen geänderte GRUB2-Eintrag dauerhaft geändert.

Sollte das Problem dennoch bestehen bleiben, so können Sie wie folgt verfahren:

  1. Starten Sie den Rechner neu.

  2. Sobald die GRUB2-Auswahltabelle erscheint, drücken Sie die Taste 'c'.

  3. Es erscheint der GRUB2-Prompt, der auf manuell eingegebene Befehle wartet, die mit Return bestätigt werden müssen. Beachten Sie für die folgenden Eingaben, dass Ihre Tastatur zu diesem Boot-Zeitpunkt noch englisch ist und daher einige Tasten nicht ihrer Aufschrift entsprechen:

  4. Geben Sie search.fs_label <Hostname> root ein.

  5. Der nächste Befehl lautet: configfile /boot/grub/grub.cfg

  6. Nun starten Sie den Bootvorgang mit Return.

Sollte auch das nicht klappen, gibt es eine Alternative:

  1. Starten Sie den Rechner neu.

  2. Sobald die GRUB2-Auswahltabelle erscheint, drücken Sie wieder die Taste 'c'.

  3. Geben Sie wieder search.fs_label <Hostname> root ein.

  4. Der nächste Befehl lautet: linux /vmlinuz root=LABEL=<Hostname> ro nomodeset   # (nomodeset nur, wenn es sonst nicht klappt)

  5. Jetzt geben Sie ein: initrd /initrd.img

  6. Nun starten Sie den Bootvorgang durch Eingabe von boot

Viel Glück!

Starbuntu updaten:

Ist Starbuntu erfolgreich installiert, sollte die Distribution gelegentlich upgedatet werden. Das ist der Fall, wenn die installierte Starbuntu-Version (s. /etc/lsb-release: DISTRIB_DESCRIPTION="Starbuntu <installierte Version> LTS") nicht mehr mit der aktuellen Version (s. www.die-starfingers.de/Starbuntu) übereinstimmt. In diesem Fall lädt man die aktuelle Version starbuntu-utils-...-all.deb als Debianpaket herunter und installiert dieses z. B. mit gdebi.

Nutzt man das Starbuntu-Programm upgrade, das alle 8 Tage an ein fälliges System-Upgrade erinnert, so findet dieser Check-Up automatisch statt, und Starbuntu wird nach bejahter Abfrage aktualisiert.

 

                 

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