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prim-sec-clip - zeigt die aktuelle Belegung der dreifachen Zwischenablage inklusive ihrer jeweiligen Historie an und ermöglicht deren Änderung (bereitgestellt von Starbuntu)
prim-sec-clip
Das Starbuntu-Programm prim-sec-clip, das mit dem Hotkey Strg+Alt+c aufgerufen wird, verwaltet die drei Instanzen des Clipboards, nämlich die primäre und die sekundäre Selektion sowie das eigentliche Clipboard, indem es deren Inhalte sowie deren jeweilige History anzeigt und auch deren Bearbeitung erlaubt, wenn sie keine Überlänge haben (erkennbar an ' ... ' in der Mitte der Zeichenkette). Die History-Dateien primary, secondary und tertiary befinden sich im Ordner $HOME/.local/share/clipboard.
Damit die History-Dateien nicht immer weiter aufgebläht werden, bietet das Programm prim-sec-clip die Option "Kürzen" an. Hier kann bestimmt werden, wieviele der letzten Einträge noch bewahrt werden sollen. Außerdem werden die History-Dateien zu Beginn einer jeden Sitzung durch das Starbuntu-Programm initial-tasks jeweils auf die letzten Einträge gekürzt. Die Anzahl max_clip_start der verbleibenden Einträge kann in der Datei $HOME/.config/openbox/environment festgelegt werden.
Es ist zu beachten, dass im Unterschied zu anderen Clipboard-Managern nicht bereits die Markierung eines Textes, sondern erst dessen Wiedereinfügung mit dem Starbuntu-Programm insert-sel (Hotkey: Umschalt+Einf) zur Aufnahme in die History der primären Selektion führt. Will man den markierten Text in die History der sekundären Selektion oder des Clipboards übertragen, so drückt man nach der Markierung den Hotkey Strg+Umschalt+c bzw. Strg+Super+c. Tauscht man "c" durch "x" aus, so wird der markierte und übertragene Text gelöscht. Diese Hotkeys rufen das Starbuntu-Programm copy-to-clipsec auf.
Der Inhalt der sekundären Selektion wird mit dem Hotkey Strg+Super+Einf und der des Clipboards wie üblich mit Strg+v (historisiert: Super+v) eingefügt.
Achtung: Ein markierter Text wird mit dem üblichen Hotkey Strg+c bzw. Strg+x zwar ins Clipboard übertragen, dabei aber nicht in dessen History aufgenommen. Auf diese Weise lässt sich ein sehr voluminöser markierter Text wieder einfügen, ohne dass damit die entsprechende History unnötig aufgebläht wird. Ebenso wird der Inhalt der primären Selektion nicht in ihre History aufgenommen, wenn er statt durch Drücken von Umschalt+Einf durch Drücken der mittleren Maustaste eingefügt wird.
/usr/local/bin/prim-sec-clip
/usr/local/bin/insert-sel
/usr/local/bin/copy-to-clipsec
$HOME/.local/share/clipboard/primary
$HOME/.local/share/clipboard/secondary
$HOME/.local/share/clipboard/tertiary
$HOME/.config/openbox/environment
max_clip_start = Anzahl der in der dreifachen Zwischenablage verbleibenden Einträge zu Beginn der Sitzung (in $HOME/.config/openbox/environment)
Peter Starfinger <info@die-starfingers.de>
Starbuntu-Programme
insert-sel
copy-to-clipsec